Projekt Luchs Schweiz

 

 

 

 

 

Der Luchs kommt in der Schweiz in zwei isolierten Populationen in den Nordwestalpen und im Jura vor. In den Nordwestalpen - zwischen Aaretal und Rhonetal der Kantone Bern, Freiburg und Waadt - kam es seit den 1990-er Jahren vermehrt zu Übergriffen auf Schafherden. In der gleichen Zeit wurde ein kontinuierlicher Rückgang der Rehe verzeichnet, wofür der Luchs verantwortlich gemacht wird. Vor allem Schafhalter und Jäger fordern deshalb eine Reduktion des Luchsbestandes.

 

 

 

 

Foto: U. Breitenmoser

 

 

 

 

 

 

 

Das Luchsprojekt Schweiz hat zum Ziel, die Entwicklung der Luchspopulationen in der Schweiz langfristig zu überwachen und lokale Trends zu analysieren. Mittels gezielter Feldforschung sollen die Voraussetzungen für die Reintegration des Luchses in seinen ehemaligen Lebensraum geschaffen werden. Besonderes Gewicht hat die Schaffung von Grundlagen für eine nationale Strategie zur Sicherung und zum langfristigen Management des Luchses gegeben. Die aktuelle Forschungs- und Informationsarbeit hat folgende Ziele:

 

  • Radiotelemetrische Untersuchung der Luchspopulation in den Nordwestalpen als Grundlage für die Erarbeitung von Managementkonzepten.

  • Erforschung der Ursachen der Übergriffe von Luchsen auf Schafe und andere Nutztiere und Testen von Präventionsmassnahmen.

  • Abschätzen der Auswirkungen der erhöhten Luchspräsenz in den Nordwestalpen auf die wichtigsten Beutetierpopulationen (Reh und Gemse).

  • Erstellen von Populations-, Habitat- und Ausbreitungsmodellen, die die Grundlage des zukünftigen "Konzepts Luchs Schweiz" und einer langfristigen Strategie bilden sollen.

  • Breite Informationsarbeit in den aktuellen und potentiellen Luchsgebieten, Zusammenarbeit mit den betroffenen Bevölkerungsgruppen und Aufbau von Strukturen, die den Einbezug der lokalen Bevölkerung in das Luchs-Management ermöglichen.

  • Vorbereiten eines Plans zur Umsiedlung von Luchsen in Übereinstimmung mit den im "Konzept Luchs Schweiz.

 

 

 

 

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Text: Urs Breitenmoser