Monitoring Luchs

       

In der Schweiz kommen zur Überwachung der Luchspopulationen mehrere Methoden zur Anwendung:





  1. Erfassung der gesicherten Hinweise wie tot gefundene, getötete oder eingefangene Luchse;

  2. Sammeln von Zufallsbeobachtungen wie Direktbeobachtungen, Auffinden von Trittsiegeln, gerissenen Wildtieren, Exkrementen, Haaren oder das Hören von Rufen;

  3. Statistik der vom Luchs gerissenen Nutztiere;

  4. Wiederkehrende Befragung der Wildhut;

  5. Einsatz von Fotofallen;

  6. radiotelemetrische Überwachung von Luchsen.

Wir sind an allen glaubwürdigen Luchsbeobachtungen interessiert. Melden Sie uns diese bitte! Benützen Sie dazu das als pdf-Dokument oder word-Dokument angebotene Formular. Im Falle von Trittsiegeln und gerissenen Beutetieren können Fotos bei der Überprüfung sehr hilfreich sein.


Die systematische Erfassung von Luchsnachweisen, wie sie im oberen Textabschnitt unter den Punkten 1 bis 3 erwähnt werden, ist ein wichtiger Bestandteil der Überwachung (Monitoring) der Luchspopulationen in der Schweiz. Damit kann die räumliche Entwicklung (Verbreitungsgebiet) des Luchses in der Schweiz dokumentiert werden (jährliche Monitoring Berichte) und eine Verbreitungskarte erstellt werden. Zusätzlich wird der Stand der Luchspopulationen in der Schweiz in regelmässigen Abständen mittels einer Umfrage bei der Wildhut erfasst. Dieser Luchsbarometer kann uns Information über den Trend der Entwicklung der Populationen und Hinweise auf neu oder nicht mehr besiedelte Gebiete geben. Wertvoll für ein Monitoring ist der Einsatz von Fotofallen. Dank der individuellen Fellmusterung der Luchse können mit der Anwendung von Fotofallen Individuen erfasst und später fotografisch wiedererkannt werden. Damit lassen sich Aussagen über eine Mindestanzahl von Luchsen in einem bestimmten Gebiet machen. Der Gewinn von Erkenntnissen über das Verhalten und die Biologie der Luchse und die Eichung der obgenannten Überwachungsmethoden können jedoch nur mithilfe der Überwachung von sendermarkierten Luchsen (Radiotelemetrie) gewonnen werden.

       
       
     
        

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Text: S. Capt