Projekt Wolf Schweiz

   

Die Rückkehr des Wolfes in die Schweiz verläuft nicht problemlos. Bei seinem Auftauchen kann dieser Predator Schäden an Kleinviehherden verursachen. Diese Schäden beeinträchtigen die Akzeptanz des Wolfes in der lokalen Bevölkerung und bestätigen seinen schlechten Ruf. Um ein Zusammenleben von Wolf und Mensch in der Schweiz zu ermöglichen, werden Massnahmen in drei Bereichen evaluiert:

  • Unterstützung der Kleinviehhalter bei der Schadensprävention.

  • Entschädigungszahlungen im Schadenfall.

  • Abschuss von Tieren, die unertragbare Schäden anrichten.


Foto: Ch. Promberger, click to see lager version

Zur Umsetzung dieser Politik, hat das Bundesamt für Umwelt (BAFUL) zusammen mit den betroffenen Kantonen das Projekt Wolf Schweiz in Auftrag gegeben. 1999 hat im Kanton Wallis die Pilotphase begonnen. Die Hauptziele des Projektes sind die Evaluation und Entwicklung von Schutzmassnahmen. Sie hängen von der jeweiligen Situation ab. Vorrangig sind:


  • Verstärkte Anwendung von Schutzmassnahmen. Behirtung der Kleinviehheren begleitet durch die Einführung von Hirtenschutzhunden.

  • Zählungen der Kleinvieherden sowie Inventarisierung und Digitalisierung der Sömmerungsweiden im Kanton Wallis. Analyse verschiedener charakteristischer Parameter mittels Geografischer Informationssysteme (GIS).

  • Pflege der Kontakte zu betroffenen Kreisen und regelmässige Information der Bevölkerung durch Medien und öffentliche Vorträge.

  • Monitoring der Wolfspopulation (Sammeln von Hinweisen, genetische  Analysen, Radiotelemetrie).

  • Ausarbeitung eines Managementplanes ('Konzept Wolf Schweiz') im Dialog mit der Arbeitsgruppe Grossraubtiere des BAFU.


   
     
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Text: Jean-Marc Weber