Mensch und Bär |
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Bären sind scheu und versuchen, dem Menschen aus dem Weg zu gehen. Was ihnen dank sehr gutem Geruchs- und Gehörsinn auch meist gelingt. Direkte Begegnungen kommen selten vor, Angriffe nur in Ausnahmefällen. In Italien, Frankreich und Spanien wurde in diesem Jahrhundert nie ein Mensch von einem frei lebenden Bären getötet. In Schweden und Norwegen kam dies bloss je einmal vor. Tödliche Unfälle sind indessen aus dem Balkan, den Karpaten und dem europäischen Teil Russlands bekannt. In ganz Europa waren es in den letzten zehn Jahren ungefähr ein Dutzend. Die Opfer waren in der Regel alleine im Wald unterwegs, meist bei leisen Tätigkeiten wie Pilze- oder Beerensammeln und bei ungünstigen Windverhältnissen. Wird ein Bär unter solchen Umständen von einem Menschen überrascht und fühlt sich bedroht, kann es kritisch werden, besonders wenn es sich um ein Weibchen mit Jungen handelt. Nichts zu befürchten haben andererseits Wanderer auf Wegen, vor allem wenn sie hörbar und in Gruppen unterwegs sind. |
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Die Vorliebe des Bären für Honig ist legendär. Es kommt immer wieder zu Plünderungen von Bienenhäuschen. Durch die Installation von Elektrozäunen lässt sich dies verhindern. Bären erbeuten auch Haustiere. Gefährdet sind dabei besonders Schafe, die unbeaufsichtigt weiden. Werden die Tiere von Hirten und Hunden gehütet und nachts eingestallt, bleiben Verluste gering. |
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Copyright © KORA 2000 Text: Kuno von Wattenwyl, Hansjakob Baumgartner | ||