Fortpflanzung

 

Die Paarungszeit (Ranz) beginnt etwa im Januar und dauert ungefähr einen Monat. Im April, nach einer Tragzeit von 50 bis 53 Tagen, bringt die Füchsin (Fähe) meist 4-5 (im Extrem 1-12) blinde Welpen zur Welt. Da der Nachwuchs in den ersten drei Wochen hilflos ist, wirft die Mutter an einem sicheren Ort. Meist ist dies ein Erdbau, der vom Dachs oder seltener vom Fuchs selbst gegraben wurde. Auch bei der Wahl des Geburtsortes ist der Fuchs flexibel. Felshöhlen, Holzlager, Hohlräume unter Gebäuden oder trockene Drainageröhren werden oft genutzt.


Foto: U. Müller

Während den ersten Wochen nach der Geburt der Jungen verlässt die Fähe den Bau selten. In dieser Zeit versorgt das Männchen (Rüde) sie mit Futter, doch kann die Fähe durchaus beim Fehlen des Rüden die Welpen und sich alleine versorgen. Nach schon 3 Wochen verlassen die Jungen erstmals den Bau. Mit Beginn der vierten Lebenswoche bringen die Eltern erste feste Nahrung, und die Fähen verweigern vermehrt das Gesäuge. Getrieben durch die Neugier entdecken die Jungen ihre Umwelt. Nach 10 Monaten sind die Tiere geschlechtsreif.


Foto: Schweizerische Tollwutzentrale, Klicken Sie für volle Aufloesung (1000 kB)

Viele Jungfüchse verlassen das Streifgebiet der Eltern und siedeln sich in einem anderen Territorium an. Schon im Spätsommer beginnen sie dazu ausgedehnte Streifzüge in benachbarte Territorien, kehren anfangs aber auch regelmässig in die Nähe ihres Geburtsortes zurück.

 
   
     
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Text: Matthias Ulrich, Uli Müller