Verhalten |
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Luchse leben einzelgängerisch in Revieren, in denen sie keine anderen erwachsenen Tiere des gleichen Geschlechts dulden. Das Revier eines Männchens umfasst ein bis zwei weibliche. Die Reviergrösse schwankt stark in Abhängigkeit vom Nahrungsangebot und vom Zustand der Population. Bei radiotelemetrisch überwachten Männchen in der Schweiz wurden bei Männchen durchschnittliche Werte von 150 km² gemessen, bei Weibchen von 90 km². Junge Tiere, die kein festes Revier etabliert hatten, bewegten sich in Gebieten bis 760 km² beziehungsweise 480 km² Grösse. |
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Nach dem Verlassen der Mutter suchen sich die Jungtiere ein eigenes Revier. In dieser Zeit sind sie manchen Gefahren ausgesetzt. Viele überleben das erste Jahr in Unabhängigkeit nicht. Nur wenn es ihm gelingt, ein freies Revier zu besetzen, kann ein junger Luchs sich langfristig etablieren und fortpflanzen. Luchse sind zu allen Tageszeiten aktiv, am häufigsten jedoch in der Abend- und Morgendämmerung. Die Jagd erfolgt meistens am Abend, wenn auch die Beutetiere aktiv sind. Mit frischer Beute ruht der Luchs im Tageslager, frisst am Abend und streift in der Nacht umher, bevor er am Morgen ins Tageslager zurückkehrt. Grössere Distanzen legt er aber vorwiegend nachts zurück. Während der Ranzzeit (Paarungszeit) von Februar bis April sind Luchse öfter auch tagsüber aktiv. In dieser Zeit kann man gelegentlich ihre Rufe hören - ein melodisches, weittragendes 'ma-uu’. Sonst sind Luchse eher stille Tiere, nur Mutter und Jungtiere verständigen sich ebenfalls durch Kontaktrufe. |
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