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Situation in der Schweiz |
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Der Luchs war ursprünglich in der ganzen Schweiz heimisch. Durch die zunehmende Entwaldung ist er aus dem Mittelland verschwunden, später wurde er auch aus dem Jura und den Alpen verdrängt. Die letzte historische Luchsbeobachtung erfolgte 1904 in der Gegend des Simplonpasses. Die Gründe für das Verschwinden waren nicht allein die aktive Ausrottung mit Gewehr, Fallen und Gift. Auch der Lebensraum hatte sich zum Nachteil des Luchses verändert: Die Wälder der Schweiz waren Mitte des 19. Jahrhunderts weitgehend abgeholzt, die Beutetiere ausgerottet. Mit der Wiederausdehnung der Wälder und der Rückkehr der wilden Paarhufer waren auch die ökologischen Voraussetzungen für eine Wiederansiedlung des Luchses gegeben. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Bundesrat 1967. 1971 wurden die ersten Luchspaare aus den Karpaten im Kanton Obwalden freigelassen. |
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Seit der Wiederansiedlung haben sich in der Schweiz zwei Luchspopulationen entwickelt, eine im Jura und eine in den Nordwestalpen. Gegenwärtig ist die Populationsdichte in den Nordwestalpen hoch, im Jura hingegen niedrig. Weite Teile der Schweizer Alpen und des ganzen Alpenbogens sind noch nicht besiedelt. Die starke Luchspräsenz in den Nordwestalpen löste eine Kontroverse aus. Der Rehbestand sank ab Mitte der 1990er Jahre in dieser Gegend, und die Übergriffe der Luchse auf Schafherden mehrten sich. Für den Luchs und für die betroffenen Menschen wäre es besser, wenn sich die Luchspopulation über eine grössere Fläche aber in geringerer Dichte ausdehnen würde. Einer spontanen Ausbreitung stellen sich indessen natürliche und künstliche Hindernisse in den Weg: Hohe Bergkämme, Seen, Siedlungsgebiete, Autobahnen. Zur Diskussion steht deshalb das Projekt, Luchse aus den Nordwestalpen in die Ostschweiz umzusiedeln und so die Lücke zwischen der Population in den Schweizer Alpen und denen in Slowenien und Kärnten schliessen zu helfen. |
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