Ernährung

 

Der eurasische Luchs ist ein Jäger von kleinen Paarhufern wie Reh, Gämse, Ren und Moschustier. Von den rund tausend Beutetieren, welche in der Schweiz im Rahmen radiotelemetrischer Untersuchungen bisher gefundenen wurden, sind 88 % Rehe und Gämsen. An dritter Stelle folgt der Fuchs mit einem Anteil von lediglich 4,3 %. Andere Wildtierarten bilden bloss eine Gelegenheitsbeute.

Haustiere - vor allem Schafe - spielen lokal, zeitlich beschränkt und nur für die Ernährung bestimmter Luchse eine Rolle.

 

Foto: Andreas Ryser Vom Luchs gerissenes Reh. Das Tier wurde in mehreren Nächten vollständig genutzt.

 

Der Luchs ist ein Anschleichjäger. Schlägt ein Überraschungsangriff fehl, wird die Beute nicht verfolgt. Der Luchs greift das Opfer mit den Krallen der Vorderpranken und tötet es mit einem gezielten Biss in die Kehle. Hat er ein Reh oder eine Gämse gerissen und bleibt er ungestört, kehrt der Luchs mehrere Nächte zur Beute zurück, bis diese vollständig verzehrt ist. Nur die groben Knochen, der Kopf, das Fell sowie der Verdauungstrakt bleiben übrig.

Ein Luchs braucht pro Woche ungefähr ein Reh oder eine Gämse, das heisst rund 60 Tiere pro Jahr.

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Text: Kuno von Wattenwyl, Hansjakob Baumgartner