Die Zukunft des Luchses

 

Im Dezember 2000 lancierte das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) zusammen mit den Kantonen St. Gallen, Zürich, Thurgau, Appenzell A. Rh und Appenzell I. Rh. das Projekts LUNO (LuchsUmsiedlung NordOstschweiz). Durch aktive Umsiedlung von Tieren aus den Nordwestalpen soll in der Nordostschweiz ein neuer, überlebens- und ausbreitungsfähiger Luchsbestand aufgebaut werden.

Am 5. März 2001 betrat das erste Luchspaar seine neue Heimat in der Nordostschweiz im Wildschonrevier Tössstock im Kanton Zürich. Die Luchsin NURA und der Kuder VINO. Im Frühjahr 2000 werden gesamthaft 6 Luchse, drei Weibchen und drei Männchen aus dem Nordwestalpenraum, in die Ostschweiz umgesiedelt. Insgesamt sollen acht bis zwölf Luchse im Lauf von zwei bis drei Jahren in der Ostschweiz freigelassen werden.

 

                                                               

Foto: Ch. AngstFreilassung von ODIN

 

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U. Breitenmoser 

 

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Das KORA hat für das Projekt LUNO das Aussetzungsgebiet evaluiert, das Konzept erarbeitet und die Aufgabe übernommen, die benötigten Tiere einzufangen. Fanggebiet sind die Nordwestalpen, Kompartiment VI gemäss Konzept Luchs Schweiz. Unter Umständen sind aber auch Fänge im Wallis oder im Jura möglich. Der Bericht „Wiederansiedlung des Luchses“ der St. Galler Regierung erwähnt zudem ausdrücklich die Option, zu einem späteren Zeitpunkt gegebenenfalls auch auf Tiere aus der Karpatenpopulation zurückzugreifen. Dies nicht zuletzt aus genetischen Gründen.

Das Prozedere des Projekts wurde zwischen Bund und den betroffenen Kantonen vertraglich geregelt. Die Wiederansiedlung von Luchsen in der Nordostschweiz ist als Versuch angelegt. Dieser kann auf Begehren der Mehrheit der betroffenen Kantone bzw. Halbkantone abgebrochen werden, sollte es zu untragbaren Schäden an Kleinvieh oder Wildtieren kommen.

Finanziert wird das Projekt grösstenteils vom Bund. Ein Teil der Gelder dafür soll über das forstliche Programm „Wald und Wild“ ausbezahlt werden. Das zwischen Bund und den Kantonen St. Gallen, Appenzell I.Rh und A.Rh. vertraglich vereinbarte Programm bezweckt eine Verminderung der Verbiss- und Schälschäden durch Gämsen, Rehe und Rothirsche am Wald. Dieses Ziel soll einerseits durch eine Verbesserung des Äsungsangebots für die Huftiere, andererseits durch eine Reduktion der Wildbestände erreicht werden. Neben jagdlichen Massnahmen könnte hier auch der Luchs einen Beitrag leisten. 

Weitere Informationen unter LUNO.

 

 

 

 

 

 

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Text: Hansjakob Baumgartner