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Der Wolf ist im Kanton Bern |
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Medienmitteilung des Amts für Information des Kantons Bern Der Wolf, ein streng geschütztes Tier, lebt im Kanton Bern. Bereits am 22. März 2006 wurde in Gsteigwiler ein Wolf von einem Zug überfahren. Am Montag, 27. November 2006, wurden in Pohlern bei Thun acht Schafe gerissen. Eine DNA-Analyse hat jetzt ergeben, dass es sich beim Beutegreifer um einen Wolf handelt, der aus einer italienischen Population stammt. Im Rahmen des Konzepts Wolf Schweiz werden nun sofort die Präventionsmassnahmen im Kanton Bern verstärkt. Beim Wolf in Pohlern handelt es sich um den zweiten Nachweis nördlich der Alpen. Das jetzt nachgewiesene Tier in Pohlern stammt aus der italienischen Population. Die Individualanalyse, welche die Bestimmung des Geschlechtes erlaubt, dauert noch an. Damit weitere Übergriffe auf Schafe vermieden werden können, werden Bund und Kanton zugunsten der betroffenen Schafbesitzer in der Region Präventionsmassnahmen erlassen. Das hierfür geschaffene Kompetenzzentrum wird vom Bund finanziell und personell verstärkt, damit die betroffenen Schafbesitzer rasch und flexibel mit Beratung und Herdenschutzhunden unterstützt werden können. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verschwand der Wolf aus den letzten Rückzugsgebieten der Schweiz. 1890 wurden im Jura und in der Ajoie die letzten Wölfe beobachtet. In den letzten Jahren ist der Wolf jedoch wieder in die Schweiz zurückgekehrt. Seit 2001 wurden auch im Berner Oberland verschiedene Wolfsbeobachtungen gemeldet, die allerdings nie mit einem gesicherten Nachweis verifiziert werden konnten. Die erste Beobachtung vom 11. Mai 2001 stammt vom Grimselpass. Am 24. August 2002 wurde angeblich ein Wolf im hinteren Lauterbrunnental und am 12. Oktober 2004 in Gsteigwiler gesichtet. Am Mittwoch, 22. März 2006 um 22.10 Uhr wurde in Gsteigwiler ein Wolf von einem Zug überfahren. Seither konnten keine weiteren Wölfe im Kanton Bern nachgewiesen werden. In der Schweiz ist die Anwesenheit des Wolfes seit 1995 jedoch eine Tatsache. In den Kantonen Graubünden, Wallis und Tessin leben zurzeit mindestens vier weitere, nachgewiesene Wölfe. Die Rückkehr des Wolfs, der in der Schweiz und in Europa unter Schutz steht, ruft vor allem bei Kleinviehzüchtern Ängste hervor. Das vom Bundesamt für Umwelt am 21. Juli 2004 in Kraft gesetzte Konzept Wolf umfasst Richtlinien zu Schaden stiftenden Wölfen und regelt die Koexistenz zwischen Mensch und Wolf. Weitere Informationen zum Thema Herdenschutz unter www.herdenschutzschweiz.ch. Auskunft erteilen: Peter Juesy, Jagdinspektor, Volkswirtschaftsdirektion, Tel. 031 720 32 10 oder 079 222 40 02 Dr. Reinhard Schnidrig, Leiter Sektion Jagd, Wildtiere und Waldbiodiversität Bundesamt für Umwelt, Tel. 031 323 03 07 oder 079 352 61 87
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