Trentino: Genetische Analyse bringt neue Jungbären zum Vorschein


Die genetische Analyse der 2006 gesammelten Kot- und Haarproben aus der wiederangesiedelten Bärenpopulation im Brentagebirge in der italienischen Provinz Trento, erbrachte erfreuliche Ergebnisse: 2006 haben sich mindestens vier Bärinnen fortgepflanzt.

Jurka, das Muttertier der beiden legendär gewordenen Bären JJ1 und JJ2, gebar heuer Drillinge, desgleichen Daniza, die allerdings ein Junges im Juni verlor. Neben den beiden aus Slowenien umgesiedelten Tieren der ersten Generation hatten 2006 auch zwei Bärinnen aus der zweiten Generation Nachwuchs. Es handelt sich um die 2002 geborenen Töchter von Kirka und Jože. Sie führten heuer ein bzw. zwei Jungbären.

Des Weiteren konnte ein männlicher Petz aus einem bisher unerkannt gebliebenen Wurf nachgewiesen werden. Die Bärin Brenta, die im Frühling 2005 in einer Lawine umkam, hatte sich zuvor ebenfalls in aller Heimlichkeit fortgepflanzt.

Insgesamt wurden somit bis anhin mindestens 22 Jungtiere geboren. Es sind Nachkommen von sieben Bärinnen, aber bloss zwei Männchen. Fortpflanzungsfähige männliche Tiere sind nach wie vor knapp. Immerhin: Die beiden Würfe der zweiten Generation hat nicht der Vater der Bärinnen gezeugt.

Der Bestand wird zurzeit auf 19 bis 23 Individuen geschätzt. Die Population wurde in den Jahren 1999 bis 2002 durch die Umsiedlung von zehn slowenischen Bären – sieben weiblichen und drei männlichen –begründet.

www.orso.provincia.tn.it

Siehe auch KORA-News vom 25. 8. und 3.11.2006

 

 

 

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27.12.2006 14:30:30