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Die Hirschrisse im Greyerzbezirk sind aufgeklärt, der Wolf ist wieder im Kanton anzutreffen |
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Seit mehr als einem Jahr gab es im Kanton Freiburg keine Hinweise mehr auf die Anwesenheit eines Wolfes. Nun sind in den Wintereinständen der Rothirsche mehrmals Hirschkälber von einem Wolf oder einem grossen hundeartigen Tier angegriffen worden. Aus diesem Grunde wurden an den Kadavern DNA-Proben entnommen und an die Universität Lausanne geschickt, wo die Proben analysiert wurden. Die Untersuchungsergebnisse haben gezeigt, dass es sich um einen Wolf aus den französischitalienischen Alpen handelt, der am 5., 8., 13., 16. und 18. März 2009 Hirschkälber angegriffen und in vier von fünf Fällen gerissen hat. Am 13. März wurde ein Hirschkalb tot aufgefunden, welches wohl auf der Flucht vor dem Wolf über die Felsen gestürzt war. Schreibt man auch dieses tote Hirschkalb dem Wolf zu, so sind ihm insgesamt fünf Hirschkälber zum Opfer gefallen. Der Hirschbestand wird im Winter auf rund 200 Tiere geschätzt. Die DNA-Proben werden nun weiter untersucht um festzustellen, ob es sich um das gleiche Tier handelt, das bereits im Winter 2007 im Kanton Freiburg aufgetaucht ist und im vergangenen Jahr mehrmals in unseren Nachbarkantonen gesichtet worden war. Die Direktion der
Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft hat eine Koordinationsgruppe
Wolf gegründet, die den Auftrag hat, die natürliche Rückkehr des
Wolfes zu begleiten. Sie befasst sich jedoch auch damit, wie Schäden
an Nutztieren vorgebeugt werden kann, und falls diese auftreten
sollten, entschädigt werden könnten. Der Oberamtmann des Greyerzbezirks
hat den Vorsitz dieser Koordinationsgruppe inne, die sich aus Vertretern
der Schaf- und Ziegenzucht, der Alpwirtschaft, der Jagd, des Umweltschutzes
und den betroffenen Ämtern zusammensetzt. Medienmitteilung, Direktion
der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft, Kanton Freiburg.
Medienmitteilung als PDF
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