Wolf in Kärnten genetisch bestätigt


Nach zahlreichen Hinweisen (Sichtungen, Fährten, Rissen von Rot- und Muffelwild) auf das Vorhandensein eines Wolfes im Bezirk St. Veit konnte dieser jetzt auch genetisch bestätigt werden. Dies gelang durch die Analyse einer von Jägern gesammelten Kotprobe durch Luca Fumagalli vom Institut für Biologie und Naturschutz der Universität Lausanne. Mit hoher Wahrscheinlichkeit stammt der Kärntner Wolf aus der Slowenisch / Kroatischen Wolfspopulation. In den letzten Jahren wurde immer wieder einzelne Wölfe in Österreich und Kärnten wahrgenommen, ein genetischer Beweis mittels einer Kotprobe wurde bisher aber erst einmal erbracht, nämlich 2007 in der Ötscherregion. Die Zuwanderung von Wölfen kann theoretisch aus drei umliegenden Populationen erfolgen: der Alpenpopulation in Italien und der Schweiz, der Balkanpopulation in Slowenien und Kroatien und der Zentraleuropäischen Population in Polen und der Slowakei.

Der Wolf ist eine nach der Berner Konvention sowie der FFH-Richtlinie streng geschützte Tierart und im Kärntner Jagdgesetz als ganzjährig geschontes Wild verankert. In Österreichs Nachbarländern wurden bereits Managementpläne für den Umgang mit Wölfen erstellt. In Österreich nimmt sich seit kurzem die so genannte Koordinierungsstelle für Braunbär (KOST) auch der Belange von Luchs und Wolf an. Für die Zukunft wäre die Erstellung eines österreichischen Managementplans für Wölfe wünschenswert. In Kärnten werden durch den Wolf etwaige an Vieh verursachte Schäden, nach Begutachtung und Dokumentation durch Experten, von der Kärntner Jägerschaft finanziell abgegolten. Hinweise auf Wolf, Luchs oder Bär in Kärnten sollten der Kärntner Jägerschaft gemeldet werden, sie liefern wichtige Hinweise für das Monitoring dieser seltenen Großraubtiere.

 
Presse-Aussendung der Kärntner Jägerschaft

Rückfragehinweis:
GF Mag Freydis Burgstaller-Gradenegger, Kärntner Jägerschaft, Magereggerstraße 175, 9020 Klagenfurt.
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04.05.2009 08:30:00