Erster Nachweis eines Wolfes im Kanton Schwyz


Der Wolf hat bei seiner Ausbreitung nun auch den Kanton Schwyz erreicht. Die genetische Analyse einer Kotprobe, die am 13. April 2009 im Raum Ibergeregg/Gschwändstock gefunden wurde hat dies nun bestätigt.

Am 13. April 2009 meldete der zuständige Wildhüter in der Region Ibergeregg eine Fährte und Kotspuren, die möglicherweise auf einen Wolf schliessen liessen. Um eine sichere Abklärung zu gewährleisten hat das Amt für Natur, Jagd und Fischerei eine Kotprobe zur genetischen Analyse an die Universität Lausanne geschickt.

Die Resultate der Analyse liegen seit heute, Mittwoch 13. Mai 2009, vor. Sie haben ergeben, dass es sich tatsächlich um einen Wolf italienischer Herkunft handelt. Weitere Analysen dürften bis etwa Anfang Juni Aufschluss darüber geben, ob es sich um ein männliches oder um ein weibliches Tier handelt und ob es sich um ein bereits bekanntes, oder um ein bisher noch nicht nachgewiesenes Individuum handelt. Schäden an Kleinvieh sind bisher nicht erfolgt.

Am 18. April 2009 konnte noch einmal die Fährte des vermutlich gleichen Tieres in derselben Region nachgewiesen werden. Seither wurden aber keine Spuren mehr festgestellt. Daher ist im Moment nicht bekannt, ob sich der Wolf jetzt noch im Kanton aufhält oder nicht. Wölfe können grosse Distanzen zurücklegen. Zurzeit leben in der Schweiz gemäss Schätzungen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) rund 10 bis 15 Wölfe. Neun davon konnten mittels DNA-Analysen eindeutig nachgewiesen werden.

Informationsveranstaltung geplant
Seit Ende 2008 bereitet sich das Umweltdepartement auf die Rückkehr des Wolfes vor und ein kantonales Konzept liegt nun im Grundsatz vor. Am 2. Juni 2009 führt das Umweltdepartement nun eine Informationsveranstaltung durch, zu welchem Interessierte und direkt Betroffene aus Kleinvieh-, Jäger und Naturschutzkreisen bereits eingeladen worden sind. Das BAFU und der Herdenschutzbeauftragte des Bundes wurden ebenfalls als Referenten eingeladen und werden anlässlich dieser Veranstaltung auch Fragen beantworten können.

Medienmitteilung, Amt für Natur, Jagd und Fischerei, Kanton Schwyz > Original als PDF

 

 

 

 

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13.05.2009 18:00:00