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Seit Oktober 2008 ist
klar, dass Wölfe auch in der Zentralschweiz Fuss gefasst haben. Genetische
Analysen zeigen nun, dass der Wolf, der durch Obwalden und Nidwalden streifte, derselbe
ist, der sich im September 2008 im Wallis aufgehalten hatte. Im Kanton Schwyz war
vermutlich ein zweites Tier unterwegs.
Am 16. Oktober 2008 hatte ein Wolf auf dem
Gebiet der Gemeinde Sachseln (OW) neun Schafe gerissen. Die genetische
Analyse wies nach, dass es sich um einen Rüden italienischer Abstimmung handelte.
Später wurden auch Beobachtungen, Kotspuren und Risse aus den Kantonen Luzern,
Nidwalden und Schwyz gemeldet.
Eine genauere genetische Analyse, die so genannte
Mikrosatellitenanalyse, zeigt nun, dass der Wolf, der in Obwalden und Nidwalden
nachgewiesen wurde, identisch ist mit dem Wolfsrüden, der sich Mitte September
2008 im Wallis im Val de Bagne und Ende September im Chablais aufgehalten hatte.
Vermutlich ein
zweiter Wolf unterwegs Die räumliche Nähe zu Ob- und Nidwalden und die zeitliche
Abfolge des Auftretens legen den Schluss nahe, dass es sich bei jenem Wolf, der
im Kanton Luzern festgestellt wurde, mit grosser Wahrscheinlichkeit ebenfalls
um das Tier aus dem Wallis handelt. Im Kanton Schwyz dürfte jedoch ein anderer
Wolf unterwegs gewesen sein. Woher dieses Tier eingewandert war, kann leider nicht
eindeutig bestimmt werden. Sowohl in Luzern, wie auch in Schwyz ergab die
genetische Analyse zwar, dass es sich um einen Wolf italienischer Abstammung
handelt, doch die Mikrosatellitenanalyse der Kotprobe erlaubte keine Vergleiche
mit anderen in der Schweiz bekannten Wölfen. Auch das Geschlecht kann nicht
bestimmt werden.
Seit Ende April wurden die Wölfe nicht mehr nachgewiesen. Ob
sie sich noch in der Zentralschweiz aufhalten oder weiter gezogen sind, ist
offen.
Herdenschutz
verstärken Das Bundesamt für Umwelt BAFU steht der Interkantonalen
Kommission der Zentralschweizer Kantone vor und übernimmt
Koordinationsaufgaben. Die Kantone haben sofort nach dem Auftauchen des Wolfes
in der Zentralschweiz reagiert und die Bevölkerung an Informationsveranstaltungen
über die aktuelle Situation aufgeklärt. Damit während der nun beginnenden
Sömmerungsphase möglichst keine Schäden an Nutztieren entstehen, wird den
Schafzüchtern Hilfe beim Schutz ihrer Herden angeboten. Als sehr wirksam haben
sich in anderen Kantonen der Einsatz von Hirten, Herdenschutzhunden und das
Zusammennehmen der Herden während der Nacht erwiesen.
Medienmitteilung
des Bundesamt für Umwelt
Weitere
Informationen zu den Wolfsbeoachtungen 2009
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