Genetische Analysen bestätigen Wolfsübergriffe in den Kantonen Bern und Freiburg


DNA-Analysen von Kot- und Speichelproben zeigen, dass ein Wolf am 18. Juni 2009 in der Region Walop/Stierengrat (Kanton Bern) 8 Schafe getötet hat. Kurz darauf wurden durch einen Wolf in der Region Steinig-Gantrisch-Widdergalm (Kanton Freiburg) 18 Schafe verletzt oder getötet. Um weitere Schäden zu vermeiden, werden nun Herdenschutzmassnahmen umgesetzt und die betroffenen Kantone sprechen das Vorgehen untereinander und mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) ab.

In den Kantonen Bern und Freiburg gab es seit Mitte Juni insgesamt fünf Wolfsübergriffe auf Schafe. Der erste fand am 18. Juni im Gebiet Walop/Stierengrat im Kanton Bern statt, dabei wurden 8 Schafe getötet. Im Kanton Freiburg wurden bei 4 verschiedenen Übergriffen insgesamt 18 Schafe verletzt oder getötet. Die Resultate der DNA-Proben zeigen, dass es sich um einen Wolf italienischer Abstammung handelt.

Im Kanton Freiburg werden nun die betroffenen Alpen durch Herdenschutzhunde geschützt. Eine Schafherde mit 98 Tieren auf einer Alp, auf der sich aufgrund der starken Verbuschung zurzeit keine Schutzmassnahmen umsetzen lassen, wird teils in eine geschützte Herde integriert und teils ins Tal gebracht. Die geschützten Schafherden dürfte der Wolf in Zukunft meiden, und sich wieder seiner Hauptbeute, dem Hirsch, zuwenden oder aber eine andere, nicht geschützte Alp aufsuchen. Um weitere Schäden zu vermeiden, müssen die Präventionsmassnahmen deshalb ausgeweitet werden.

Gemäss dem Konzept Wolf Schweiz erfolgt die Koordination der Herdenschutzmassnahmen über die Kantonsgrenzen hinweg im Rahmen der Interkantonalen Grossraubtierkommission (IKK). Diese wird geleitet vom Bundesamt für Umwelt (BAFU).

 

Gemeinsame Medienmitteilung der Kantone Bern, Fribourg, Waadt und des BAFU, 15.07.09

 

 

 

 

 

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16.07.2009 08:00:00