Bilder einer Begegnung zwischen einem Luchs und einem Dachs im nördlichen Jura


Vor einer Woche konnte dank den Bildern der Fotofalle, die von Andreas Studer, Jäger Revier Hägendorf (SO), betreut wird, eine interessante Begegnung zwischen einem Luchs und einem Dachs dokumentiert werden (siehe Bilder unten), die für den Dachs offensichtlich positiv ausgegangen ist. Beim Luchs handelt es sich um B149, der zum ersten Mal am 7.12.2008 bei Hauterive (NE) fotografisch nachgewiesen wurde und später in den Solothurner und Aargauer Jura abgewandert ist. Luchse und Dachse benutzen den selben Lebensraum, aber begegnen sich wohl nur zufällig. Äusserst selten kommt es vor, dass Luchse Dachse reissen. Seit dem Beginn des Luchsprojekts in den 80er Jahren konnte nur einmal ein Dachs im Beutespektrum des Luchs sicher nachgewiesen werden. Es gibt ein paar anekdotische Beobachtungen die zeigen, dass die Luchse einen grossen Respekt vor Dachsen haben, besonders vor deren Gebiss. Das Weibchen TANA, das im Rahmen des Nordwestalpen-Projekts Ende der 90er Jahre radiotelemetrisch überwacht wurde, konnte beobachtet werden, wie sie versuchte einen Dachs zu reissen. Dabei wurde sie in die Vorderpfote gebissen und hat nachträglich ihre Absicht aufgegeben.
 

 

 © Bilder: Andreas Studer

 

 

    back     

 


Copyright © KORA
21.10.2009 15:00:00