Wolf vermutlich noch im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet unterwegs


Im Dezember und Januar sind im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet mehrere tote Rotwildtiere gefunden worden. Die Verletzungen und Fraßspuren deuteten auf einen Wolf oder großen Hund als Verursacher hin. Die genetische Untersuchung der aus den Bissspuren getupften Speichelreste bestätigte ein Wolfsmännchen italienischer Abstammung, das im Juni 2009 schon in Graubünden (CH) nachgewiesen worden war.

Mittlerweile gibt es Hinweise darauf, dass das Tier offensichtlich noch in Bayern unterwegs ist. Die Untersuchungen von einem Mitte Februar im Chiemgau gefundenen Reh und von mehreren im April gefundenen Rotwildtieren deuten auf einen Wolf als Verursacher hin. Als wolfsverdächtig werden auch 4 Risse an Schafen bei Bayrischzell eingeordnet. Um diese Einschätzung zu verifizieren und um gleichfalls eine individuelle Zuordnung des Tieres zu erreichen, werden die aus den Bisswunden getupften Speichelproben derzeit genetisch untersucht. Die Ergebnisse sind jedoch nicht vor Mitte Juni zu erwarten. Erst dann besteht Gewissheit.


Weitere Informationene zum Wolf in Bayern finden Sie beim
Bayerischen Landesamt für Umwelt

Beim im Juni 2009 nachgewiesenen Männchen handelt es sich um M22, siehe dazu Verbreitung des Wolfs in der Schweiz 2009

 

 

 

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14.05.2010 16:30:00