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Neue Erkenntnisse zum Überleben von Luchsen

Eine aktuelle Studie untersucht die langfristigen Veränderungen in den Überlebensraten des Eurasischen Luchses in drei wiederangesiedelten Populationen in der Schweiz.

Die Überlebensraten des Eurasischen Luchses in der Schweiz wurden über einen Zeitraum von 25 Jahren (1997–2022) untersucht. Ziel war es, geschlechtsspezifische und altersabhängige Unterschiede sowie räumlich-zeitliche Muster zu erkennen. Dazu nutzten wir ein statistisches Modell, das Daten aus Fotofallen, Zufallsbeobachtungen, Telemetrie und Totfunden kombiniert.

Die Ergebnisse zeigen, dass erwachsene Luchse im Schnitt deutlich besser als Jungtiere überleben, deren Überlebensraten jährlich stark variierten aber in allen Regionen im Schnitt unter 40 % lagen. Weibchen hatten in den meisten Regionen höhere Überlebensraten als Männchen. Es gab zudem regionale Unterschiede zwischen den Populationen – mit beispielsweise den besten Überlebensraten im südlichen Jura. Regionale Unterschiede könnten durch genetische, gesundheitliche oder menschliche Einflüsse auf die Sterblichkeit bedingt sein – das sollte ein Schwerpunkt zukünftiger Studien sein. Die Studie unterstreicht die Bedeutung eines langfristigen Monitorings.

Diese Studie entstand im Rahmen unseres Projekts ‹Gesundheit, Genetik und Demographie› (GGD), das wir in Kooperation mit dem Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit der Universität Bern durchführen.

Zur Studie (auf Englisch)