ÜBERGRIFFE AUF NUTZTIERE
Übergriffe auf Nutztiere sind die wichtigste Konflikt-Ursache um die Rückkehr des Wolfes, aber auch die offensichtlichsten Nachweise für seine Anwesenheit. AGRIDEA ist die nationale Fachstelle, welche die Beratung für den Herdenschutz durchführt. Informationen zum Herdenschutz veröffentlichen sie auf der Webseite herdenschutzschweiz.ch und in den Jahresberichten Herdenschutz. Der allergrösste Anteil der getöteten Nutztiere betrifft Schafe. Grössere Tiere, wie Rinder oder Pferde werden seltener Wölfen getötet. Die Unterscheidung zwischen Wolfs- und Hunderiss ist nicht einfach und mit Sicherheit nur mittels genetischer Analyse möglich. Schäden, die Wölfe an Nutztieren und landwirtschaftlichen Kulturen verursachen, werden gemeinsam vom Bund (80 %, seit dem 1. Januar 2026) und dem betroffenen Kanton (20 %) entschädigt.
Vom BAFU vergütete Schäden von Wölfen an Nutztieren
Ab 2025 wurden die Entschädigungsmodalitäten geändert: Das BAFU entschädigt neu nur Nutztierrisse, die in geschützten Situationen stattfanden, oder wenn danach Sofortmassnahmen ergriffen wurden. Die Zahlen für das Jahr 2025 sind daher nicht direkt mit denen der Vorjahre vergleichbar, insbesondere auch, weil die Daten für November und Dezember 2025 noch nicht enthalten sind.

