Um die Auswirkungen der geltenden Managementmassnahmen in Sachen Wolfsregulierung...
- Integriertes Monitoring und Management
- Kommunikationsprojekt Wolf 2025–2026
- Wolves and Cattle
- Auswirkungen des letalen Managements 2025–2029
- Abgeschlossene Projekte
Auswirkungen des letalen Managements (2025–2029)
Die Rückkehr des Wolfs in die Schweiz stellt eine grosse Herausforderung für das Zusammenleben von Mensch und Wolf in einem gemeinsam genutzten Lebensraum dar. Insbesondere Risse an Nutztieren führen zu Konflikten und fordern Gesellschaft, Landwirtschaft und Naturschutz gleichermassen. Damit ein langfristiges Zusammenleben mit Wölfen in Ländern wie der Schweiz möglich ist, brauchen wir ein Management, das auf die Verminderung solcher Konflikte abzielt.
Es ist wichtig, die Auswirkungen der verschiedenen Managementmassnahmen zu verstehen, unabhängig davon, ob sie letal sind oder nicht, um jene Massnahme auszuwählen, die für eine bestimmte Situation am besten geeignet ist, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und der in der Schweiz geltenden Rechtslage, welche reaktive (nach Ereignis) und seit 2023 proaktive (zur Verhütung) Abschüsse von Wölfen ermöglicht, gilt es, die Auswirkung der verschiedenen Massnahmen auf die Entwicklung der Nutztierrisse, die Wolfspopulation und der sozialen Akzeptanz genauer zu untersuchen.
Ziele
Die wissenschaftliche Begleitung der aktuellen Situation und die Auswertungen zu den Auswirkungen schaffen Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Managemententscheidungen und tragen damit zu einem adaptiven Management bei.
Projektteile und Methoden
- Erstellung einer Literaturübersicht von Studien zur Auswirkungen von letalem Management im Ausland und Kommunikation der wichtigsten Schlussfolgerungen
- Entwicklung eines integrierten Populationsmodels zur Schätzung der Wolfspopulationsgrösse in der Schweiz im Zeitverlauf
- Untersuchung der Dynamik und Struktur von Rudeln mit besonderem Augenmerk auf die Auswirkungen des letalen Managements
- Entwicklung eines individuenzentrierten Modells zur Bewertung der Auswirkungen verschiedener Managementszenarien auf die Populationsdynamik von Wölfen in der Schweiz
- Untersuchung des kurz- und mittelfristigen Einflusses des letalen Managements auf die Nutztierrisse
- Untersuchung zu Veränderungen in der Einstellung zum Wolf in der Schweizer Bevölkerung (2015/2023/2028)
PROJEKTINFORMATION
Projektdauer: 2025–2029
Untersuchungsgebiet: ganze Schweiz
Projektpartner:
- Population Ecology Research Group,Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften, Universität Zürich
- Department of Ecology and Evolution, Universität Lausanne
- Laboratoire de biologie de la conservation (LBC), Universität Lausanne
- Kantone
- Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Projektleitung: Nina Gerber & Fridolin Zimmermann
Projektteam KORA: Florin Kunz (PhD-Student), Inès Moreno (PhD-Studentin), Carolyn Schaltegger (PhD-Studentin), Mitarbeitende KORA,
Projektteam extern: Dominik Behr (Monash University), Sarah Baudin (OFB)
Begleitgruppe: BAFU und Kantone
Finanzierung: Das Projekt wird von mehreren privaten Stiftungen, unter anderem der Vontobel Stiftung sowie dem BAFU finanziert.
News
© Charly Gurt 
