20 Jahre Bären in der Schweiz
Seit der Rückkehr des Braunbären vor 20 Jahren hat die Schweiz Erfahrung im Umgang mit dem Grossraubtier gesammelt. Die meisten Tiere wandern unauffällig durchs Land, nur selten kommt es zu Konflikten wie beispielsweise ausgeräumten Bienenhäusern. Ein Flyer und ein neues Web-Dossier dokumentieren zwei Jahrzehnte Bärenpräsenz und deuten an, wie die Zukunft für Ursus arctos in der Schweiz aussehen könnte.
Im Sommer 2005 kehrte der erste Braunbär zurück in die Schweiz. Seither wandern fast jedes Jahr bis zu drei männliche Jungtiere aus dem italienischen Trentino ein. Einige bleiben nur wenige Tage, andere mehrere Monate – einer hielt sich sogar über Jahre hier auf. Doch bislang wurde keiner sesshaft.
In diesen 20 Jahren hat die Schweiz wertvolle Bären-Erfahrungen gesammelt. Ein Blick auf sämtliche seit 2005 nachgewiesenen Tiere zeigt: Die allermeisten verhielten sich unauffällig. Sie wanderten durchs Land, lebten eher verborgen – und zogen weiter.
Das 20-Jahr-Jubiläum ist Anlass, ein umfassendes Web-Dossier zu veröffentlichen. Es blickt zurück auf Zeiten, als der Bären noch in der Schweiz lebte, erzählt Geschichten – etwa von M29, dem «ersten Berner Bären seit dem Wappentier» – und wagt Ausblicke über die Landesgrenzen hinaus. Fachpersonen, die beruflich mit Ursus arctos zu tun haben, kommen zu Wort und interaktive Grafiken erlauben neue Einblicke. Und ein besonderes Augenmerk widmet das Dossier den Zukunftsaussichten des Bären in der Schweiz.
Ergänzend dazu erscheint ein Flyer, der kompakt über den Bären in der Schweiz und in Liechtenstein informiert. Er ist in allen Landessprachen sowie auf Englisch verfügbar – sowohl digital als auch in gedruckter Version.
Das Bärendossier entstand in Zusammenarbeit mit der Jagdverwaltung des Kantons Graubünden sowie weiteren Partnern: dem Bündner Naturmuseum, dem Schweizerischen Nationalpark und dem Tierpark Bern. Das Projekt ist aus privaten Stiftungsgeldern finanziert.
© Fadri Wehrli 

