Besenderte Wildkatzen fürs Wildkatzen-Projekt
Im Rahmen des Wildkatzenprojekts wurden in diesem Winter Wildkatzen im Kanton Waadt für wissenschaftliche Zwecke mit GPS-Sendern ausgestattet. Ziel des Projekts ist es, mehr über die Ausbreitung der Wildkatze im Mittelland, die Hybridisierung und den Gesundheitszustand der Wildkatzen herauszufinden.
Im Waadtländer Mittelland konnten im Februar insgesamt sieben phänotypische Wildkatzen erfolgreich gefangen und besendert werden. Die Tiere, drei Weibchen und vier Männchen, wurden mit GPS-Halsbändern ausgestattet, beprobt und gesundheitlich untersucht.
Die GPS-Halsbänder zeichnen in regelmässigen Abständen Positionsdaten auf. Da die Halsbänder der Wildkatzen im Vergleich zu unseren anderen Tierarten kleiner sind, können die gespeicherten Daten jedoch in den meisten Fällen nicht direkt über das GSM-Mobilfunknetz übertragen werden. Das Feldteam geht deshalb regelmässig ins Feld, peilt die Tiere und lädt die GPS-Daten vor Ort herunter. So erhalten wir wertvolle Einblicke über ihre Lebensraumnutzung. Zusätzlich stellen wir Fotofallen auf, um den Zustand der Tiere zu überwachen und weitere Informationen zu ihrem Verhalten zu sammeln.
Das Wildkatzenprojekt ist eine Kollaboration zwischen dem Institut für Fisch- und Wildtiergesundheit (FIWI) der Universität Bern und der Stiftung KORA. Es ist von privaten Stiftungen finanziert. Die Besenderungen finden mit der nötigen Bewilligung des Kantons Waadt und des Bundesamts für Umwelt statt.
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Eines der besenderten Weibchen, aufgenommen mit einer Fotofalle im Kanton Waadt, 2026.


