Kanton Schwyz: Vermehrte Wolfssichtungen in der Region
Empfehlungen für den Umgang mit Wölfen
Mitteilung Staatskanzlei Kanton Schwyz / Umweltdepartement, 17.04.2025:
In der Region Ausserschwyz wurden in letzter Zeit vermehrt Wölfe in der Nähe von Siedlungen und Landwirtschaftsbetrieben gesichtet. Die Behörden informieren über das Verhalten bei Wolfssichtungen und geben Hinweise zum Schutz von Haus- und Nutztieren. Ziel ist es, ein sicheres und konfliktfreies Zusammenleben zu ermöglichen.
In den letzten Wochen wurden vermehrt Wölfe in Siedlungsnähe und in der Umgebung von landwirtschaftlichen Betrieben in der Region Ausserschwyz gesichtet. Diese Beobachtungen haben bei vielen Menschen Besorgnis ausgelöst. Der Wolf ist eine geschützte Tierart, die seit einigen Jahren wieder in unserer Region heimisch wird. Um die Bevölkerung über den richtigen Umgang mit diesen Tieren zu informieren, geben wir hier wichtige Hinweise und Empfehlungen.
Verhalten bei Wolfssichtungen
Sollten Sie einem Wolf begegnen, bleiben Sie ruhig und bewahren Sie Abstand. Wölfe sind in der Regel scheu und meiden den Kontakt mit Menschen. Es ist wichtig, nicht in Panik zu geraten. Versuchen Sie, sich langsam und ruhig aus der Situation zu entfernen und den Wolf nicht zu provozieren. Ein Wolf, der sich Ihnen nähert, tut dies nicht aus Aggression, sondern aus Neugier oder wegen seines natürlichen Verhaltens.
Keine Annäherung und Fütterung
Das absichtliche oder unabsichtliche Füttern von Wölfen – sei es durch direkte Futtergabe oder durch das Zurücklassen von Lebensmitteln im Garten oder in der freien Natur – kann zu einer Veränderung des natürlichen Verhaltens dieser Wildtiere führen. Wölfe, die Futter mit Menschen assoziieren, verlieren zunehmend ihre Scheu. Dies erhöht das Risiko für Konflikte und kann sowohl die öffentliche Sicherheit als auch den Schutzstatus des Tieres gefährden. Um ein konfliktfreies Zusammenleben zu ermöglichen, ist es entscheidend, Wölfe als Wildtiere zu behandeln und jegliche Form von Fütterung konsequent zu vermeiden.
Schutz von Haustieren und Weidetieren
Um das Risiko von Begegnungen zwischen Wölfen und Tieren zu minimieren, sollten Haustiere stets angeleint und Weidetiere nachts in sicheren Gehegen gehalten werden. Besondere Vorsicht gilt bei Schafen, Ziegen und anderen Nutztieren, die in offenen Gebieten gehalten werden. Nutztierhalter haben Schutzmassnahmen wie Elektrozäune zu installieren. Für Nutztierhalter bietet die zuständige Stelle Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von geeigneten Schutzmassnahmen. Eine individuelle Herdenschutzberatung hilft, wirksame Lösungen für die jeweilige Situation zu finden.
Wie Sie uns helfen können
Wenn Sie einen Wolf in Ihrer Nähe sehen oder beobachten, melden Sie dies bitte umgehend bei dem zuständigen Wildhüter oder der Kantonspolizei. Eine genaue Beschreibung des Tieres sowie der Zeit und des Ortes der Sichtung ist hilfreich, um die Situation einzuschätzen und das Ereignis zu dokumentieren.
Weitere Informationen zu Wölfen und deren Verhalten sowie konkrete Handlungsanweisungen finden Sie auf dem Merkblatt des Kantons.
© Charly Gurt 

