Besenderte Wölfe Im Oktober 2025 gelang es, einen dritten Wolf zu besendern....
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M637
Im Oktober 2025 gelang es, einen dritten Wolf für das Forschungsprojekt «Wolves and Cattle» im Kanton Waadt zu besendern. Seither beobachten wir sein Bewegungsmuster. Wir informieren hier regelmässig über Erkenntnisse, die seine Daten liefern.
November-Dezember 2025:
M637 wurde am 29.10.2025 mit einem GPS-Sender ausgestattet. Danach ist er aus dem Schweizer Risoud-Gebiet nach Frankreich ins Gebiet Valserine gewandert, wo er westlich von La Dôle verweilte.
Januar 2026:
Innerhalb von 11 Tagen legte M637 im Januar 2026 fast 240 km zurück. Vom Fuss des Waadtländer Juras zog er über den Kanton Freiburg bis ins Emmental und kehrte anschliessend wieder an seinen Ausgangspunkt zurück. Ab Mitte Dezember hat er sich vermehrt wieder in der Schweiz aufgehalten.

Die erste Wanderung von M637 und die Territorien der beiden ehemals im Projekt besenderten Wölfinnen (F259 und F186) © KORA
11.02.2026:
M637 machte sich Ende Januar wieder auf den Weg Richtung Osten. Diesmal lief er nach einem kurzen Aufenthalt im Gantrischgebiet Richtung Pilatus, bevor er Richtung Vierwaldstättersee weiterzog. Damit war M637 nach den Kantonen VD, FR, BE und LU neu auch in den Kantonen OW, AG, SZ und ZG unterwegs.

M637 passierte die Fotofalle des Luchsmonitorings im Kanton Nidwalden... © KORA

... und Obwalden. © KORA
18.02.2026:
Die Wanderung führte M637 weiter in Richtung Süden ins Rigi-Massiv. Anstatt den Vierwaldstättersee zu umlaufen, durchquerte er ihn kurzerhand schwimmend – eine Strecke von ungefähr 1.5 Kilometer bei einer Wassertemperatur von 5 Grad. Er lief danach sofort weiter durch Nidwalden in Richtung Region Engelberg, wo er einen Tag verbrachte, um danach das Engelberger-Tal wieder runterzulaufen. Er umrundete daraufhin das Stanserhorn und ging via Brünig wieder in den Kanton Bern. Auf dieser Etappe war er in den Kantonen OW, NW, UR und BE.
Ein schwimmender Wolf?
Die Daten zeigen eindrücklich, dass M637 den Vierwaldstättersee schwimmend durchquerten haben muss. Diese Beobachtung ist in der Schweiz erstmalig und zeigt wie wertvoll das Sammeln dieser Bewegungsdaten ist und welche Hindernisse wandernde Wölfe überwinden können.

Die zweite Wanderung von M637 inkl. Seeüberquerung am 13.02.2026. Die Wildtierpassagen befinden sich bei Autobahnen und erleichtern deren Überquerung. © KORA
25.02.2026:
Seit der Überquerung des Brünigs ist M637 im Berner Oberland unterwegs. Er hat einige Tage im Lauterbrunnental verbracht, bevor er weiter westwärts Richtung Simmental zog.
04.03.2026:
M637 durchlief das Simmental und Saanenland, querte den Parc Gruyère Pays-d’Enhaut und lief dann weiter Richtung Vevey. Von dort querte er das Mittelland Richtung Waadtländer Jura und ist nun über den Marchairuz wieder zurück ins Gebiet um Lamoura im französischen Jura, dem Ausgangsort seiner Wanderungen. Er hat zwischen dem 25. Januar und dem 3. März eine Strecke von 739 km zurückgelegt und zog dabei auch an Siedlungen vorbei (Faktenblatt Wölfe in Siedlungsnähe).

Die zweite Wanderung von M637 vom Jura in die Zentralschweiz und zurück. © KORA
11.03.2026:
In der letzten Woche ist M637 im französischen Jura geblieben. Er bewegte sich im Gebiet des regionalen Naturparks des Haute-Jura nur rund 10 km von der Schweizer Grenze entfernt. Die französischen Kolleg:innen des OFB sind informiert.
Zu den Daten:
Der Wolf M637 trägt ein Halsband mit einem GPS-Sender. Die Daten werden uns unregelmässig im Abstand von einem bis mehreren Tagen übermittelt. Aufgrund von ungenügender Satellitenabdeckung können die Daten häufig nicht übermittelt werden. Das Halsband hat eine sogenannte «Drop-Off» Funktion, welche das Halsband nach einer vorprogrammierten Zeit löst und es so vom Wolf abfällt und auch wiedergefunden werden kann. Die Daten sammeln wir für die Beantwortung von wissenschaftlichen Fragestellungen. Mehr Antworten zu den Daten finden Sie auf dieser Seite im FaQ.
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Dritter besenderter Wolf für Forschungsprojekt
Um welches Individuum es sich handelt, wird zurzeit genetisch am LBC der...

